Wenn Sie in General Electrics John F. Welch Technology Centre eintreten wollen, werden Sie von einem uniformierten Wachmann durch ein Eisentor hereingewunken.
Wenn Sie das Gelände betreten und die staubigen, Verkehrs-verstopften Straßen von Bangalore verlassen haben, betreten Sie einen begrünten Campus von Kleinbauten, die in der Sonne glänzen. Die hellen Gänge, die mit Pflanzen und abstrakter Kunst versehen sind -- "es regt die Kreativität an," erklärt ein Manager -- führen durch Labore, in denen sich Physiker, Chemiker, Metallurgisten und Computertechniker um blubbernde Becher, Elektronenmikroskope und Spektrofotometer drängen. Abgesehen von den weiblichen Ingenieuren, die Saris tragen, und der besänftigenden Hindi-Pop-Musik, die durch den Freiluft-Speisepavilion weht, könnte dies genau so gut der riesige Forschungs- und Entwicklungsbereich Niskayuna von GE im Hinterland New Yorks sein.
Es ist Niskayuna ähnlicher, als Sie vielleicht annehmen würden. Die 1.800 Ingenieure des Centers -- ein Viertel von ihnen sind PhDs -- befassen sich mit Grundlagenforschung für den Großteil der 13 Divisionen von GE. In einem Labor optimieren sie die aerodynamischen Designs von Turbinenmotorenblättern. In einem anderen erforschen sie die molekulare Struktur von Materialien, die DVDs kurzzeitig nutzbar machen soll, wodurch der Film automatisch nach einigen Tagen gelöscht wird. In noch einem anderen haben Techniker ein Arbeitsmodell einer GE-Plastikfabrik in Spanien nachgebaut und einen Weg gefunden den Output um 20% zu erhöhen. Patente? Seit das Center 2000 eröffnete, haben die Ingenieure hier 95 Stück in den USA beantragt.
Ziemlich beeindruckend für einen Ort, der noch vor vier Jahren ein Stück brachliegendes Land war. Noch eindrucksvoller ist, dass der Betrieb Bangalore lebenswichtig für die Zukunft von einer der größten und rentabelsten Firmen in Amerika geworden ist. "Hier geht es wirklich nicht um Kosteneinsparungen, sondern darum Innovation zu beschleunigen und Wachstum für die Firma zu erzeugen," erklärt der gebürtige bolivianische Management Director Guillermo Wille, einer der wenigen Nicht-Inder des Centers. Das Welch Center ist eine Hochburg für die größte Ansammlung brilianter Köpfe in der Geschichte. Viele Amerikaner haben Kenntnis von Indiens günstigen Software-Schreibern und fanden heraus, dass die nette Sekretärin, die ihr Flugticket bucht in Delhi sitzt. Aber dies sind nur oberflächliche Anzeichen von Indiens Fähigkeiten. Ruhig, aber dennoch mit atemberaubender Geschwindigkeit, werden Indien und seine Millionen weltklasse Technik-, Geschäfts- und Medizinabsolventen von Amerikas New Economy in einer Art und Weise, die sich die meisten von uns kaum vorstellen können, umgarnt. "Indien hat schon immer hervorragend ausgebildete Leute gehabt", sagt Technologie-Trendforscher Paul Saffo vom Institute for the Future in Menlo Park, Calif. "Jetzt übernehmen die Inder die Führung im Bereich Cyberspace."
Dieser Technologie-Boom ist für Indien grossartig - aber erschreckend für viele Amerikaner. Vielmehr verändert sich Indiens Zukunft immer mehr zu einer neuesten Version eines Rorschach-Test der Globalisierung, da jeder etwas anderes darin sieht. Viele Leute sehen Indiens Digital-Arbeiter als Stützen des neuen Wohlstandes für eine verdienstvolle Nation und als lebenswichtigen Partner des Corporate America. Andere wiederum sehen sie als Schlagtruppen für den letzten Angriff auf gutbezahlte Jobs. Howard Rubin, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Meta Group Inc., ein Stamford (Conn.) Informations-Technologieberater, merkt an, dass grosse U.S. Firmen jeweils 500 bis 2.000 IT-Stellen abbauen. "Diese Leute werden auch nicht wieder als Arbeitskräfte resorbiert, bis sie die richtigen Fähigkeiten erlangen," sagt er. Selbst indische Führungskräfte haben dieses Problem erkannt. "Was mit der Produktion geschah, geschieht jetzt mit den Dienstleistungen", sagt Azim H. Premji, Vorsitzender des IT Versorgers Wipro Ltd., "Das wird für die USA zu einem sozialen Problem werden."
Kein Wunder, dass sich Indien im Zentrum eines in Amerika aufziehenden Sturms befindet, in dem Politiker beginnen, das Offshore-Outsourcing als die Wurzel der sich nicht erholenden Arbeitslosigkeit im Bereich Technologie und Dienstleistungen, anzusehen. Ein Aufschrei in Indiana führte kürzlich dazu, dass der Staat einen $ 15 Millionen IT-Vertrag mit Indiens Tata Consulting annullieren musste. Die Gewerkschaft der Telekommunikationsarbeiter hält die Waffen gezückt, und der Kongress prüft bereits, ob eine Gefahr für die Sicherheit der Finanz- und Medizinaufzeichnungen besteht. Während die Beschäftigung in Indien geradezu explodiert, hat sich die Arbeitslosenquote, der US-Software-Ingenieure in drei Jahren auf bis zu 4,6%, mehr als verdoppelt. Die Quote für Elektroingenieure liegt bei 6,7% und die für Network-Administratoren liegt bei 7,7%. Das Bureau of Labor Statistics berichtet, dass insgesamt 234.000 IT-Fachleute arbeitslos sind.
Jedoch ist der konjunkturelle Abschwung die Hauptursache, für die Stellenverluste in den USA, gewesen. Dennoch verweigert man sich ein wenig, ob die Verlagerung von Stellen ins Ausland ein Faktor dafür sei. Einige Schätzungen ergaben, dass es in Bangalore mehr IT Ingenieure (150.000) gibt, als im Silicon Valley (120.000). Zwischenschätzungen ergaben, dass mindestens ein Drittel der neueren IT Entwicklungsarbeiten für grosse US-Firmen in Übersee stattfindet -mit Indien, als dem größten Ausführungsort. Und Indien könnte sogar damit beginnen Jobs von anderen Sektoren an sich zu reißen. A.T. Kearney Inc. prophezeit, dass, bis 2008, 500.000 Finanz-Service-Jobs ins Ausland verlagert werden. Ungeachtet des Vorfalls in Indiana, nutzt die US-Regierung Indien in zunehmendem Maße, um die gesamte Buchhaltung ihrer Essensmarkenprogramme zu verwalten. Sogar der US Postal Servie nimmt dort seine Arbeit auf. Die Autotechnik- und Medikamentenforschung könnten dem folgen.
Top
Mehr Wissenschaft in den Schulen
Technik Koryphäe Andrew S. Grove, CEO von Intel Corp. (INTC), mahnt, dass "es eine sehr berechtigte Frage" zu Stellen sei, ob Amerika seine überwältigende Dominanz in der IT schließlich verlieren könnte, so wie es gerade in der Elektronikherstellung geschah. Die fallenden globalen Telekommunikationskosten, niedrigere Technikerlöhne im Ausland und neue Interactive-Design-Software erfahren einen revolutionären Wandel, sagte Grove bei einer Software-Konferenz im Oktober. "Sowohl aus technischer Sicht als auch aus Produktivitätsaspekten, könnten Ingenieure 6.000 Meilen entfernt oder auch am Arbeitsplatz nebenan im Local Area Network sitzen." Um Amerikas Vorsprung beizubehalten, so sagte er, müssten Washington und die US-Industrie ihre Software-Produktivität, durch mehr F&E-Investitionen und eine bessere Wissenschaftsausbildung, verdoppeln.
Aber man kann es auch weitaus positiver sehen -- und zwar, dass durch die Nutzung indischer Brainpower, die amerikanische Tech- und Service-Führung einen grossen Schub erhalten kann, indem, aufgrund rückläufiger Geburtenraten, ein grosses prognostiziertes Defizit mit ausgebildeten Arbeitskräften gefüllt werden kann. Das wäre vor allem durch intelligentere US-Politik möglich. Firmen wie GE Medical Systems (GE), Cummins (CUM), Microsoft (MSFT) oder die Unternehmenssoftware-Firma PeopleSoft (PSFT), die in Indien Arbeitskräfte einstellen, merken an, dass sie keine US-Ingenieure entlassen. Sondern, durch die Vergrößerung ihrer US-F&E-Teams mit den 260.000 Ingenieuren, die jedes Jahr von indischen Schulen ausgespült werden, können sie es sich leisten einer Aufgabe weitaus mehrere kluge Köpfe zu widmen, und somit Produkteinführungen zu beschleunigen, mehrere Prototypen zu entwickeln und die Qualität zu verbessern. Ein guter Absolvent des Elektronik- oder Chemie-Ingenieurwesens von einem der Indian Institutes of Technology (IITS) erhält ungefähr $ 10.000 pro Jahr -- ungefähr ein Achtel des Einstiegsgehalt in den USA. Wie Rajat Gupta, ein Absolvent des IIT-Delhi und Senior Partner des Beratungsunternehmens McKinsey & Co. sagt: "Das Abwandern von Arbeitsplätzen treibt die Innovation, die Erschaffung von Arbeitsplätzen und drastische Produktivitätszuwächse voran, die an den Verbraucher weitergeleitet werden."
Gleichwohl man den Trend als zerstörerisch oder als vorteilhaft betrachtet, eine Sache ist klar: Das Corporate America glaubt nun nicht mehr, dass es sich leisten kann, Indien weiterhin zu ignorieren. "Es gibt einfach keine Möglichkeiten mehr, um" in den USA Kosten "einzusparen", sagt Chris Disher, ein Outsourcingfachmann von Booz Allen Hamilton Inc. "Deshalb schaut jeder CEO nach Indien und jeder Vorstand fragt danach." neoIT, ein Beratungsunternehmen, das US-Kunden berät, wie man ein Geschäft in Indien aufstellt, führt aus, wie es von den grossen Firmen geradezu überschwemmt worden sei, die mit ihren Abwanderungsplänen zu langsam gewesen sind. "Es ist ein Zustand erreicht, in dem die Firmen buchstäblich verzweifelt sind," bestätigt der geschäftsführende Gesellschafter Avinash Vashistha der in Bangalore ansässigen neoIT.
Aber resultierend aus dieser Verlagerung, bleiben dennoch einige Aspekte des US-Business unberührt. Die unsichtbaren Hände talentierter Inder sind allgegenwärtig; in den interaktiven Websites von Firmen wie Lehman Brothers (LEH) und Boeing (BA), in den Werbeanzeigen Ihrer Gelben Seiten und in den elektronischen Schaltkreisen, die Ihren iPod Apple-Computer(AAPL) antreiben. Während die Wall Street schläft, schliessen indische Analysten die aktuellen Finanzveröffentlichungen der US-Firmen ab und legen die Berichte rechtzeig für den nächsten Handelstag vor. Das indische Personal verwaltet die privaten medizinischen und finanziellen Aufzeichnungen der US Verbraucher, um somit feststellen zu können, ob sie ein tragbares Risiko für Versicherungspolicen, Hypotheken oder Kreditkarten von American Express Co. (AXP) und J.P. Morgan Chase & Co. (JPM) darstellen.
Bis 2008, so prognostiziert McKinsey, schwellen die IT Service- und Back-Office-Arbeiten in Indien auf das Fünffache, bis zu einer jährlich $ 57 Milliarden schweren Exportindustrie an, die 4 Millionen Menschen beschäftigen und 7% des indischen Bruttoinlandsprodukts ausmachen wird. Dieses Wachstum spornt die Besten und Hellsten immer mehr dazu an in der Heimat zu bleiben, anstatt auszuwandern. "Wir arbeiten in Weltklassefirmen, wir wachsen, und es ist aufregend", erklärt Anandraj Sengupta, 24, IIT-Absolvent und Durchstarter in GEs Welsh Centre, in dem er zwei Patente angemeldet hat. "Diese Möglichkeiten gibt es genau hier in Indien."
Wenn Indien zu einer Schnellwachstumswirtschaft werden kann, dann wird es das erste Entwicklundgsland sein, das es durch seinen Verstand beschleunigt wurde und nicht durch seine Bodenschätze oder rohe Muskelkraft. Und dieses sehr große Land benötigt verzweifelt ein China-ähnliches Wachstum. Trotz all seiner F&E-Labore, wird Indien immer noch als ein dritte Welt-Land angesehen. Die IT-Service-Exporte beschäftigen weniger als 1% der Arbeiterschaft. Das Pro-Kopf Einkommen liegt gerade mal bei $ 460, aber 300 Millionen Inder leben von $ 1 pro Tag oder sogar weniger. Lethargische Gerichte können 20 Jahre brauchen, um Vertragsstreitigkeiten beizulegen. Und wenn Sie die Highways in Bombay passieren, werden Sie verstopfte, zerbröckelnde Straßen gesäumt von Slums, Abfallhaufen und obdachlose Zuwanderer, die auf dem bloßen Asphalt schlafen, sehen. Mehr als ein Drittel von Indiens 1 Milliarde Einwohnern sind Analphabeten, und gerade mal 60% der Häuser haben eine Stromversorgung. Ein Großteil des Beamtenapparats ist aufgebläht, korrupt und handlungsunfähig. Das 10%-Haushaltsdefizit der Regierung ist alarmierend. Spannungen zwischen Hindus und Moslems scheinen immer kurz vor der Eskalation zu stehen, und die Gefahr eines Krieges mit dem nuklearbewaffneten Pakistan ist stets präsent.
So ist es kaum verwunderlich, dass, verglichen mit China und seiner modernen Infrastruktur und seinen disziplinierten Arbeitern, Indien weit hinter seinen Exporten liegt und dennoch ein Magnet für ausländische Anleger ist. Während China 1979 mit der Reformierung begann, fing Indien, nach einer erschütternden Finanzkrise im Jahre 1991, gerade erst an sich aus einer selbst auferlegten ökonomischen Isolation zu lösen. China hat schon oft erlebt, dass das jährliche Wachstum die 10%-Marke übersteigt; weitaus besser als Indiens jahrzehntelanger Durchschnitt von 6%. .
Top
Im Kern des (Silicon) Valley
Dennoch kann diese reiche Quelle preiswerter, hochintelligenter, englischsprechender Brainpower eine weiterreichende Auswirkung auf die Vereinigten Staaten haben, als China. Die Produktion -- Chinas Stärke -- macht gerade mal 14% der US-Ausgaben und 11% der Jobs aus. Indiens Stärke sind die Dienstleistungen -- die 60% der US-Wirtschaft ausmachen und zwei Drittel seiner Arbeitskräfte beschäftigen. Und die indischen Fachkräfte klettern immer weiter ihren Weg in der New Economy-Nahrungskette hinauf, indem Sie Aufgaben meistern, die Analysen bedürfen, Marketing-Geschäftssinn und Kreativität beweisen.
Dies bedeutet, dass Indien in Amerikas ökonomischen Kern eindringt. Die 900 Ingenieure der Texas Instruments Inc. (TXN) in Bangalores Chip-Design-Betrieb rühmen sich mit 225 Patenten. Der Bangalore Campus von Intel Inc. (INTC) führt die weltweite Forschung für Firmen-32-bit-Mikroprozessoren für Server und kabellose Chips an. "Das sind unsere unternehmerischen Kronjuwelen", sagt Ketan Sampat, Vorsitzender von Intel India. Indien wird immer fester mit dem Silicon Valley verkabelt. Wagniskapitalgeber erklären, dass zwischen einem Drittel und bis zu Dreiviertel der Software-, Chip- und e-commerce-Start-Ups, jetzt wieder gleich von Anfang an indische F&E-Teams haben. "Wir können uns kaum vorstellen in ein Unternehmen zu investieren, ohne dass wir zumindest einmal nachfragen, wie denn ihre Pläne für Indien aussehen", sagt Michael Moritz der Partner von Sequola Capital, der bereits Google, Flextronics (FLEX) und Agile Software (AGIL) unterstützte. "Indien ist bis in den Kern des (Silicon) Valleys vorgedrungen."
Es dringt sogar schon bis zur Hauptstraße des Kerns vor. Dieses Jahr wurden die Steuererklärungen von ca. 20.000 Amerikanern von Buchprüfern vorbereitet, die $ 500 im Monat erhalten, so wie Sandhya Iyer, 24, in Bombays Büro der bangalorischen MphasiS. Nach dem Lesen gescannter Saat- und Düngemittelrechnungen, Soyabohnenverkaufsbelegen, W2-Formularen und Investitionsaufzeichnungen eines Landwirts in Kansas, füllt Frau Iyer die 82-seitige Erklärung des Landwirts aus. "Er muß sie abschreiben", schreibt sie neben einen Eintrag für neue Maschinen und einen Stall. Ein US-Buchprüfer sieht nocheinmal durch und unterzeichnet die fertige Erklärung. Nächstes Jahr werden in Indien bis zu 200.000 US-Erklärungen vorbereitet, behauptet die CCH Inc. aus Riverwoods, Illinois, ein Lieferant für Buchhaltungs-Software. Und es sind nicht nur die Big-Four-Unternehmen, die outsourcen. "Wir kennen viele Unternehmen mit 30 bis zu 200 Buchprüfern -- sogar Selbstständige", führt CCH-Sales Vice-President Mike Sabbatis an.
Die Effizienzgewinne könnten enorm sein.
In der Tat beschleunigt Indien einen mitreissenden innerbetrieblichen Strukturwandel des Corporate America. Firmen verlagern die Rechnungsabwicklung, Human Resources und andere Funktionen zu den neuen, papierlosen Zentren in Indien. Selbstverständlich waren viele Unternehmungen mit unzähligem Kopfzerbrechen verbunden, angefangen mit schlechter Kommunikation bis hin zu unbeständiger Qualität. Dell Inc. erklärte vor kurzem, dass es den Bereich Computerunterstützung für Unternehmenskunden wieder zurück in die USA verlagert. Dennoch hat eine Anzahl durchgeführter Studien von Deloitte Research, Gartner, Booz Allen und anderen Beratern gezeigt, dass Unternehmen, die ihre Arbeit nach Indien verlagert haben, ihre Kosten um 40% bis 60% senken konnten. Unternehmen können rund um die Uhr Kundenbetreuung und günstige Computerzusatzgeräte anbieten. US-Banken können Anträge für Hypothekendarlehen in drei Stunden anstatt in drei Tagen bearbeiten. Nandan M. Nilekani, Geschäftsführer der in Bangalore ansässigen Infosys Technologies Ltd. (INFY) verspricht: "So wie China die Kosten für die Produktion, und Wal-Mart (WMT) die für den Einzelhandel senken konnte, genauso wird Indien die Kosten für die Dienstleistungen senken."
Aber diese Abwanderung versetzt zur Zeit auch die US-Firmen und -arbeiter, die sich nie hätten vorstellten können, sich ausländischen Rivalen gegenüberstellen zu müssen, in Angst. Gerade dann, wenn man Amerikas $ 240 Milliarden schwere IT-Service-Industrie betrachtet. Die indischen Mitstreiter, angeführt von Infosys, Tata, und Wipro, hatten ihren grossen Durchbruch während der Y2K-Befürchtung, als US-Ausrüster jegliche Software-Hilfe benötigten, die sie kriegen konnten. Dennoch beansprucht Indien weniger als 3% des Marktes. Aber, indem man Giganten wie Accenture, IBM und Electronic Data Systems (EDS) mit einem Drittel oder mehr für Software und Beratung unterboten hat, haben sie das Preisniveau der Industrie verändert. "Die indische Arbeitergruppe ist nicht zu unterbieten.", behauptet Chief Technology Officer John Parkinson, Berater von Cap Gemini Ernst & Young. "Wir müssen nicht Technologien verwenden, um herauszufinden wie wir den Unterschied ausmachen können."
Top
Gravierende Veränderungen
Auch viele der US-Arbeiter im Wirtschaftsbereich haben gravierende Veränderungen zu erwarten. Eine Studie vom McKinsey Global Institute, das Outsourcing ins Ausland gutheisst, merkt aber auch an, dass nur 36%, der in den letzten zwei Dekaden entlassenen Amerikaner, wieder eine Arbeit mit gleicher oder besserer Bezahlung fand. Das Einkommen eines Viertels von ihnen ist um 30% oder mehr gesunken . Betrachtet man die höheren Anforderungen der Arbeitgeber, die Techniker wünschen, die über zusätzliches Geschick im Innovations- und Managementbereich verfügen, könnte es noch Jahre dauern, bis die heutigen IT-Arbeiter wieder festen Boden unter ihren Füßen spüren.
Dahingegen bieten sich Indiens IT-Kräften enorme Möglichkeiten. Das Land hat schon lange über Grundlagen einer stark marktbestimmenden Wirtschaft verfügt: private Unternehmungen, eine demokratische Regierung, westliche Buchhaltungstandards, ein aktiver Börsenmarkt, weitverbreiteter Gebrauch der englischen Sprache und Schulen, die vor allem im Informatik- und Mathebereich stark sind. Aber seine Bürokratie erdrückte die Industrie mit lästigen Kontrollen und Steuern, so dass die besten Wissenschafts- und Geschäftsleute in die Vereinigten Staaten gingen, wo die, bis heute 1,8 Millionen, ausgewanderten Inder zu den erfolgreichsten Einwanderergruppen zählen.
Heute spüren viele begabte Inder das Gefühl von Optimismus, den Indien seit Jahrzehnten nicht mehr erfahren hat. "Ausschlaggebend für Indiens Boom ist die IT-Industrie, und wir -die jüngere Generation- können nun das Land von der Armut befreien.", erklärt Rhythm Tyagi, 22, ein Master-Student am neuen Indian Institute of Information Technology in Bangalore. Der Campus ist vollständig mit Wi-Fi verkabelt und die modernen Klassenzimmer sind für Videokonferenzen ausgestattet, um die Vorlesungen auch in 300 andere Hochschulen übertragen zu können.
Dieses Selbstvertrauen treibt schließlich auch die Regierung an, viele der Probleme anzupacken, die Indien schon so lange geplagt haben. Seit 2001 arbeitet man in Delhi mit aller Kraft daran, ein Netz von Highways aufzubauen. Moderne Flughäfen stehen als nächstes auf dem Plan. Die Deregulierung des Energiensektors sollte neue Kapazitäten schaffen. Die kostenlose Ausbildung für Mädchen bis zu 14 Jahren ist zu einer nationalen Aufgabe geworden. "Eins nach dem anderen, die Regierung ist dabei die Kernprobleme zu lösen", erklärt Deepak Parekh, ein Finanzier, der das Quasiregierungs-Unternehmen Infrastructure Development Finance Co leitet.
Top
Zukunftsvision
Indien arbeitet aber auch daran sicherzustellen, dass es in der Lage ist die zukünftige Nachfrage nach Fachkräften im In- und Ausland zu befriedigen. Indien entlässt 3,1 Millionen Hochschulabsolventen pro Jahr, aber es wird erwartet, dass sich diese Zahl bis 2010 verdoppeln wird. Die Zahl der Technischen Hochschulen soll in vier Jahren um 50% auf fast 1.600 anwachsen. Selbstverständlich sind nicht alle gut genug, um Weltklasse-Absolventen von Eliteschulen zu entlassen, wie das IIT, das letztes Jahr gerade mal 3.500 von 178.000 Bewerbern annahm. Aus diesen Gründen gibt es eine größerwerdende Bewegung, um die Fakultätsgehälter zu erhöhen und landesweit mehr Studenten durch Übertragungen zu erreichen. Und Indiens reiche Diasporabevölkerung steuert auch noch dazu bei. Prominente indische Amerikaner halfen bei der Gründung der neuen Indian Business School mit - ein Verbund mit der Wharton School und der Kellogg Graduate School of Management der Northwestern University - , die einen Großteil ihrer Fakultät aus den USA angelockt hat. Unterdessen versuchen die sechs IIT-Campusse mit Hilfe ihrer Alumnis, Spenden zu sammeln und Forschungsverbindungen mit Stanford, Purdue und anderen top Wissenschaftsuniversitäten aufzubauen. "Unsere Mission ist es, eine der führenden Wissenschaftseinrichtungen der Welt zu werden.", erklärt der Rektor Ashok Mishra vom IIT-Bombay, das in den letzten fünf Jahren $ 16 Millionen über seine Alumnis gesammelt hat.
Wenn Indien sein Wachstum gut handhabt, dann könnte seine sehr große Bevölkerung einen guten Beitrag dazu leisten. Bis 2020 werden 47% der Inder zwischen 15 und 59 sein, verglichen mit jetzt sind es 35%. Die arbeitsfähigen Bevölkerungen der USA und Chinas sollen Prognosen zu Folge schrumpfen. So ist Indien dafür vorherbestimmt, die größte Bevölkerung von Arbeitern und Konsumenten der Welt zu haben. Das ist ein guter Grund warum Goldman, Sachs & Co. (GS) denken, dass Indien in der Lage ist, sein jährliches Wachstum von 7,5%, auch nach 2005, aufrechtzuerhalten.
Skeptiker fürchten, dass US-Firmen zu schnell zu weit gehen, um mit diesem Giganten mitzuhalten. Aber, wenn man beispielsweise den Erfolg von GE Capital International Services (GE) betrachtet, spüren viele Führungskräfte, dass Sie keine andere Wahl haben. In Bangalores GECIS Niederlassung -- eine von vieren in Indien -- studiert Gauri Puri, ein 28-jähriger Zahnarzt, einen Versicherungsleistungsanspruch für eine Wurzelbehandlung, um zu prüfen, ob diese im vorherbestimmten zahnmedizinischen Rahmen eines US-Patienten liegt. Zwei Etagen darüber versinken die Mitarbeiter eines 500 Mann starken Analysten-Teams in Tabellen, die mit einer erschreckenden Masse von Daten gespickt sind, während sie statistische Modelle entwickeln, um dem GE-Verkaufspersonal dabei zu helfen, die Bedürfnisse, die Stärken und die Schwächen der Kunden und der Rivalen zu verstehen. Andere Mitarbeiter bereiten die Zahlen für GEs Jahresbericht vor, schreiben Enterprise-Resource-Planing-Software und wickeln globale Rechnungen im Wert von $ 35 Milliarden ab. Der Vorstandsvorsitzende von GE Capital India Pramod Bhasin erklärt: "Wir sind für GEs Mission entscheidend." Und er führt an, dass die 700 Geschäftsprozesse, die in Indien erfolgen, der Firma jährlich $ 340 Millionen einsparen.
Die indischen Finanzgenies sind aber auch ein Geschenk Gottes für die Wall Street, wo die Maklerfirmen unter Druck stehen, um unabhängigere Forschung zu betreiben. Viele wenden sich an Niederlassungen wie OfficeTiger in der südlich gelegenen Stadt Madras. Das Unternehmen beschäftigt 1.200 Mitarbeiter, die für acht Wall Street Firmen Forschungsberichte schreiben und Finanzanalysen durchführen. Morgan Stanley (MWD), J.P. Morgan (JPM), Goldman Sachs (GS) und andere grosse Investmentbanken stellen ihre eigenen Armeen von Analysten und Back-office-personal an. Viele drängen sich ins Mindspace hinein, eine neue funkelnde 140 Acre Stadt-in-der-Stadt, die direkt an Bombays städtisches Elend angrenzt. Ca. 3 Millionen square feet sind bereits an westliche Finanzunternehmen verpachtet. Morgan Stanley wird zum Jahresende einige Etagen eines neuen Gebäudes füllen.
Wegen der indischen Ingenieure, haben die Silicon Valley-Start-ups ihre F&E-Etats ausgedehnt. PortalPlayer Inc., ein Hersteller aus Santa Clara (Calif.) für Multimediachips und eingebettete Software für tragbare Laufwerke wie Musikspieler, hat in Indien und den USA 100 Ingenieure angestellt, die sich täglich um 9 und 22 Uhr gegenseitig aktualisieren. Der CEO von PortalPlayers Tochter Pinexe in Hyderabad, J.A. Chowdary, stellt fest, dass die Firma den Entwicklungszyklus um bis zu sechs Monate reduzieren konnte -- und die F&E-Kosten um 40% gesenkt hat. Davon beeindruckt, haben Venture Capitalists $ 82 Millionen in PortalPlayer gesteckt.
Top
Mehrwert zum gleichen Preis
Auch die alten Wirtschaftsunternehmen profitiern. Der Maschinenhersteller Cummins plant, sein neues F&E-Zentrum in Pune für die Entwicklung fortgeschrittenster Computermodelle zu nutzen, um so Verbesserungen und Prototypen elektronisch entwerfen zu können. Der International Vice-President Steven M. Chapman erklärt: "Anstelle von zwei sind wir nun in der Lage fünf oder sechs neue Maschinen pro Jahr einzuführen", und zwar mit dem gleichen $ 250 Millionen F&E-Etat --, ohne dass eine einzige US-Stelle gekündigt werden muss.
Die nagende Angst der USA ist dennoch, dass solche Zusicherungen über die Zeit hinweg abklingen werden. In anderen Industrien folgte der Verlagerung, der preiswerten Produktionsarbeit nach Ostasien, meist die Technik. Jetzt sind es Staaten wie Südkorea und Taiwan, die die globalen Führer in den Bereichen Notebooks, schnurlose Telefone, Speicherchips und digitale Displays sind. Während Unternehmen mehr auf IT Ingenieure aus Indien und anderswo bauen, geht die Debatte los, dass die USA auch die Kontrolle anderer Kerntechnologien abtreten könne. Der nachfolgende Vorsitzende des Institute of Electrical & Electronics Engineers Inc. John W. Steadman warnt, "wenn wir weiterhin hochanspruchsvolle professionelle Jobs ins Ausland verlagern, riskieren die Vereinigten Staaten ihre Führungsrolle in der Innovation abzugeben." Das könnte genauso gut geschehen, wenn viele Ausländer - die 60% der US-Absolventen ausmachen und die der Schlüssel zum US-Erfolg gewesen sind -- nicht mehr nach Amerika gehen, um dort ihre besten Ideen umzusetzen.
Durch die gesamte amerkanische Geschichte hinweg, wurden die Arbeiter von ihren Bauernhöfen, Textilmühlen und Stahlwerken verdrängt. Am Ende haben es die Arbeitskräfte geschafft zu besser bezahlten, hochwertigeren Jobs aufzusteigen. Das könnte ebenso gut wieder geschehen. Beispielsweise wird weiterhin ein enormes Bedürfnis für US-Ingenieure bestehen. Aber was verlangt wird, sind Ingenieure, die eng mit Kunden zusammenarbeiten, Forschungsteams managen und auf kreative Weise die Geschäftsprozesse verbessern können. Entlassene Techniker, die nicht über solche Fähigkeiten verfügen, müssen sich weiterbilden; die, die gerade in die Schule kommen benötigen eine breitgefächertere Ausbildung.
Die Anpassung an den "Indieneffekt" wird traumatisch, aber es gibt keine Anzeichen dafür, dass das Corporate America etwas daran ändern könnte. Dennoch bietet die Herausforderung "Indien" auch eine enorme Möglichkeit für die USA. Wenn Amerika mit dem Übergangsrecht umgehen kann, könnte ein Wissenszuwachs das Endresultat sein, das die Produktivität und die Innovation beschleunigt. Indien und die USA, zwei Nationen, die kaum seit 15 Jahren interagieren, könnten sich als die idealen ökonomischen Partner für das neue Jahrhundert herausstellen.
Top
Der Indienvorteil
Die weltweit führenden Businessinformations- und -beratungsunternehmen wie Giga, Forrester Research und McKinsey u. Co. nennen verschiedene Gründe für die Zunahme des Offshore-Outsourcings durch Multi-Nationale-Unternehmen (MNCs) nach Indien. Es wird erwartet, dass das Outsourcing im Laufe des Jahres 2002 auf mindestens 23 Prozent steigen wird. Analysten sagen, dass der Qualitäts- und Kostenvorteil Indiens einer der grössten Vorzüge für diese Unternehmen sei. Giga sagt voraus, dass, verglichen mit anderen konkurrierenden Ländern wie China, Irland, Israel und den Philippinen, Indien auch weiterhin, als das bevorzugte Abwanderungsland, dominieren werde.
Forrester Research deutet unterdessen an, dass sich bis 2003 eine größere Anzahl von Firmen um Offshore-Versorger bemühen werden, und dass auch ihre Budgets enorm ansteigen werden. Die heutigen Technologieetats werden bis 2003 von 12 Prozent auf bis zu 28 Prozent ansteigen. Entsprechend einer Studie von Forrester vom November 2001, ist Indiens Vorteil, gegenüber anderen konkurrierenden Nationen im Bereich IT-Outsourcing-Business, durch die jahrzehntelange Erfahrung des Landes in diesem Bereich, im fließenden Gebrauch der englischen Sprache, der unterstützenden regierungspolitischen Infrastruktur und des Angebots hoher Qualität begründet.
Heutzutage drängen MNCs nach Indien, um ihren Anspruch im IT Outsourcingmarkt geltend zu machen. Während viele Unternehmen ihre Software-Entwicklung an indische Firmen outsourcen, gründen andere wiederum Niederlassungen in Indien und nehmen dadurch aktiv am Software-Exportspiel teil. Der MNC-Sektor wurde zu einem wichtigen Segment, der im Jahr 2001-02 mit Rs. 9,855 crore ( 2,13 Mrd. USD ) zu Gesamtexporten in Höhe von Rs. 35,600 crore ( 7,70 Mrd. USD )beigetragen hat. Das entspricht einem Anteil von 27% der Gesamtexporte.
Indien kann, dank einer Vielzahl von Vorteilen, die es gegenüber anderen Ländern hat, ein idealer Bestimmungsort für das Offshoring sein. Diese wurden kategorisiert in:
Top
Große Human Resources
Jedes Jahr schreiben sich in ganz Indien ungefähr 19 Millionen Schüler in den High Schools und 10 Millionen Studenten in pre-graduierten Kurse ein. Ausserdem schliessen 2,1 Millionen Absolventen und 0,3 Millionen Post-Graduierte Indiens Nichttechnikhochschulen ab.
Während 2,5-3 Prozent von ihnen Beschäftigungen in anderen Bereichen finden oder einem weiteren Studium im Ausland nachgehen, entscheidet sich der Rest für eine Beschäftigung in der IT Industrie. Selbst wenn sich der Zustrom von den High Schools an die Hochschulen nur marginal erhöht, gibt es eine massive Zunahme der Anzahl erfahrener Arbeitskräfte, die der Industrie zur Verfügung stehen. Sogar mit den aktuellen Daten, gibt es bis 2008 ungefähr 17 Millionen Menschen für die IT Industrie.
Top
Indisches Schulwesen
Das indische Schulwesen legt großen Wert auf Mathematik und Wissenschaft, das führte zu einer Großzahl von Wissenschafts- und Technikabsolventen. Die Meisterung quantitativer Konzepte, die mit englischem Ausdrucksvermögen verbunden werden, führte zu einer Begabung, die es dem Land ermöglicht hat, einen Vorteil aus der gegenwärtigen internationalen Nachfrage nach IT zu ziehen. Top
Qualitative Arbeitskräfte
Die indischen Programmierer sind für ihre starken technischen Fähigkeiten und ihren Ehrgeiz Klienten entgegenzukommen bekannt. In einigen Fällen outsourcen Kunden Arbeit, um dadurch einen Zugang zu spezialisierteren Technikertalenten zu erhalten, besonders im Bereich der Telekommunikation. Zudem hat Indien einen der größten Pools englischsprechender Fachleute. Top
Regierungspolitik
Die indische Regierung erkennt, dass die Informationstechnologie in Zukunft die ökonomische Entwicklung maßgeblich beeinflußt. IT ist ein Teil der nationalen Agenda der Regierung und alle politischen Betimmungen werden so umgesetzt, dass ein maximaler Nutzen ihrer Industrie erzielt wird.
Die Liberalisierungs- und Deregulierungsinitiativen, die von der indischen Regierung unternommen wurden, streben nach Wachstum und Integration in die globale Wirtschaft. Die Reformen haben die Anforderung für Lizenzen verringert und die ausländische Technologie zugänglich gemacht. Ebenso haben die Reformen die Einschränkungen für Investitionen aufgehoben und somit den Investitionsprozess einfacher gestaltet.
Die Regierung fördert aktiv das Foreign Direct Investment (FDI), die Investitionen von NRIs ( Nichtansässige Inder) einschließlich der Overseas Corporate Bodies (OCB's), die den NRIs gehören. Mit Hilfe der Berechtigung -in Übereinstimmung- mit der Reserve Bank of India, kann man das FDI auch auf automatischem Wege ins Land holen.
Bis 1994 war DOT der alleinige Versorger der grundlegenden Telekommunikationsservices in Indien. Die New National Telecom Policy hat das Feld für private Teilnehmer geöffnet.
Nachdem man das Potential Indiens als bedeutende IT-Macht erkannt hat, unternahm die Regierung Initiativen, um die Entwicklung der IT zu fördern. Das Ministerium der Informations- und Kommunikationstechnologien spielt eine aktive Rolle, bei der Entwicklung der Infrastruktur, die die Weiterentwicklung der Informationstechnologie stützen soll. Das IT-Gesetz, das im Jahr 2000 verabschiedet wurde, stellt einen Gesetzesrahmen für die Anerkennung der elektronischen Verträge, Verhinderung der Computerkriminalität, elektronische Dokumentenarchivierung, usw..
Zudem wurden auch Zusätze eingebracht wie der Indian Evidence Act, der Indian Penal Code und der RBI Act. Die Anerkennung der digitalen Unterschrift ist eingebracht worden, um die Probleme der Gerichtsbarkeit, der Authentisierung und der Originalität anzusprechen.
Unter Berücksichtigung der Bedeutung des Venture Capital Funding, hat das Ministerium der Informationstechnologien einen National Venture Funding für die Software- und IT- Industrie mit einem Umfang von Rs. 100 crore ,( 21,64 Millionen USD )in Zusammenarbeit mit der Small Industries Development Bank of India (SIDBI) und Industrial Development Bank of India (IDBI), aufgestellt. Das Ziel des Fonds ist es, Start-Up-Software-Fachleuten und -IT-Betrieben im mittelständischen Sektor, Risikokapital zur Verfügung zu stellen.
Top
Das IPR-Gesetz in Indien
Die NASSCOM hat, bei der Umsetzung der ITS- und ITES-Vision, eine entscheidende Rolle in der IT Industrie gespielt. Zusammen mit der Regierung hat die NASSCOM viele Schritte unternommen, um die obengenannte Regierungspolitik leistungsstark zu implementieren.
Die NASSCOM hat der Regierung dabei geholfen fast alle der ursprünglichen Empfehlungen des letzten NASSCOM-McKinsey Reports von 1999, hinsichtlich der Kapitalmärkte, der Wagniskapitalgeber, SEBI und des Gesellschaftsrechtes zu implementieren.
Top |